Warum Orientierung bei Demenz so wichtig ist
Eine Demenz raubt nach und nach die zeitliche, örtliche und persönliche Orientierung. Betroffene wissen oft nicht mehr, welcher Tag ist, wo sie sich befinden oder wer ihnen gegenübersteht. Das macht Angst und löst Unruhe aus. Mit einfachen, immer wiederkehrenden Alltagshandlungen könnt ihr Menschen mit Demenz Halt geben und ihnen helfen, sich in ihrer Welt zurechtzufinden.
5 Alltagshandlungen, die Orientierung geben
- Feste Tagesstrukturen einhalten: Mahlzeiten, Pflege und Aktivitäten möglichst immer zur gleichen Zeit durchführen. Routine schafft Sicherheit.
- Gut sichtbare Uhren und Kalender nutzen: Große Ziffern und ein deutlich sichtbares Datum unterstützen die zeitliche Orientierung.
- Räume und Gegenstände beschriften: Türen mit „Bad“, „Küche“ oder mit Bildern kennzeichnen – das erleichtert das Zurechtfinden in der Wohnung.
- Sich mit Namen vorstellen und den Tag erklären: Zum Beispiel: „Guten Morgen, Frau Müller, heute ist Freitag und wir frühstücken jetzt.“ Das gibt Sicherheit im Hier und Jetzt.
- Vertraute Gegenstände und Fotos bereitstellen: Erinnerungsstücke und Familienfotos fördern die Orientierung zur eigenen Person und Lebensgeschichte.
Die richtige Kommunikation
Sprecht ruhig, langsam und in kurzen, klaren Sätzen. Stellt nicht zu viele Fragen auf einmal und korrigiert Betroffene nicht ständig – das führt nur zu Frustration. Wichtiger als die sachliche Richtigkeit ist das Gefühl von Geborgenheit. Begegnet der Person mit Geduld und Wertschätzung, auch wenn sie etwas zum wiederholten Mal fragt.
Orientierungshilfen im Team abstimmen
Diese Maßnahmen unterstützen die zeitliche, örtliche, situative und persönliche Orientierung. Damit sie wirken, sollten alle Beteiligten sie einheitlich umsetzen. Mit mendracare könnt ihr im Pflegeteam festhalten, welche Routinen und Hilfen sich bewährt haben und worauf bei der jeweiligen Person besonders zu achten ist. So begegnen alle dem Menschen mit Demenz auf dieselbe, vertraute Weise.