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Dekubitusprophylaxe: 5 Alltagshandlungen gegen Wundliegen

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Dekubitusprophylaxe: 5 Alltagshandlungen gegen Wundliegen

Was ist ein Dekubitus – und wie entsteht er?

Ein Dekubitus, umgangssprachlich Wundliegen genannt, ist eine Schädigung der Haut und des darunterliegenden Gewebes durch anhaltenden Druck. Besonders gefährdet sind Körperstellen, an denen Knochen dicht unter der Haut liegen: Steiß, Fersen, Hüften und Schulterblätter. Bei Menschen, die viel liegen oder sitzen, kann ein Dekubitus innerhalb weniger Stunden entstehen. Die gute Nachricht: Mit konsequenter Dekubitusprophylaxe lässt er sich in den meisten Fällen vermeiden.

5 Alltagshandlungen zur Dekubitusprophylaxe

  • Regelmäßig die Position wechseln: Entlastet gefährdete Hautstellen und verhindert dauerhaften Druck. Als Faustregel gilt: mindestens alle zwei Stunden umlagern.
  • Tägliche Körperpflege mit Hautkontrolle: So lassen sich Rötungen oder erste Druckstellen früh erkennen, bevor Schlimmeres entsteht.
  • Mehrmals täglich aufstehen und kurze Strecken gehen: Bewegung fördert die Durchblutung und reduziert die Druckbelastung.
  • Ausreichend trinken und ausgewogen essen: Eine gute Versorgung mit Flüssigkeit und Nährstoffen unterstützt die Hautgesundheit und die Wundheilung.
  • Druckentlastende Hilfsmittel nutzen: Spezielle Sitzkissen, Weichlagerungsmatratzen oder Fersenschoner verringern den Druck auf gefährdete Stellen.

Die Hautkontrolle: Worauf ihr achten solltet

Achtet bei der täglichen Pflege besonders auf Rötungen, die sich nicht wegdrücken lassen. Drückt vorsichtig auf eine gerötete Stelle: Bleibt sie auch nach dem Loslassen rot, kann das ein erstes Warnzeichen für einen Dekubitus sein. In diesem Fall sollte die Stelle sofort konsequent entlastet und gegebenenfalls ärztlich begutachtet werden.

Dekubitusprophylaxe im Team organisieren

Gerade das regelmäßige Umlagern erfordert Disziplin und gute Absprachen. Wenn sich mehrere Personen die Pflege teilen, muss klar sein, wann zuletzt umgelagert wurde und ob es Hautveränderungen gibt. Mit mendracare könnt ihr Lagerungszeiten und Hautbeobachtungen im Tagesprotokoll dokumentieren – so behält das gesamte Pflegeteam den Überblick und keine Maßnahme wird vergessen.