Warum bestimmte Risiken im Alter zunehmen
Mit den Jahren verändert sich der Körper: Muskeln und Knochen werden schwächer, das Immunsystem arbeitet langsamer, Sinne und Reaktionsvermögen lassen nach. Dadurch steigen bestimmte Gesundheitsrisiken ab 70 Jahren deutlich an. Wenn pflegende Angehörige diese Risiken kennen, können sie frühzeitig gegensteuern und im Ernstfall richtig reagieren.
Die fünf häufigsten Gesundheitsrisiken ab 70
- Sturzgefahr: Durch nachlassende Muskelkraft, Gleichgewichtsstörungen oder Sehprobleme steigt das Risiko für Stürze und Knochenbrüche.
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Dazu gehören Bluthochdruck, Herzinfarkt und Herzinsuffizienz – oft schleichend und lange unbemerkt.
- Demenz und andere kognitive Einschränkungen: Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für Erkrankungen wie die Alzheimer-Krankheit.
- Mangelernährung und Flüssigkeitsmangel: Vermindertes Durstgefühl, Appetitverlust oder Schwierigkeiten beim Essen können ernste gesundheitliche Probleme verursachen.
- Infektionen: Das Immunsystem wird im Alter weniger leistungsfähig, wodurch Grippe oder Lungenentzündungen häufiger und schwerer verlaufen.
Weitere Risiken im Blick behalten
Neben diesen fünf gibt es weitere häufige Risiken: Osteoporose erhöht die Knochenbrüchigkeit, Diabetes bleibt im Alter oft unentdeckt, Seh- und Hörstörungen schränken die Selbstständigkeit ein, und soziale Isolation wirkt sich negativ auf die psychische Gesundheit aus. Viele dieser Risiken verstärken sich gegenseitig – wer schlecht sieht, stürzt häufiger; wer einsam ist, isst oft schlechter.
Vorbeugen ist möglich
Regelmäßige Bewegung, ausgewogene Ernährung, ausreichend Flüssigkeit, soziale Kontakte und regelmäßige ärztliche Vorsorgeuntersuchungen sind die wirksamsten Mittel gegen viele Altersrisiken. Auch eine gute Sturzprophylaxe und ein aktueller Medikamentenplan tragen erheblich zur Sicherheit bei.
Gesundheit im Blick behalten mit mendracare
Gerade wenn mehrere Angehörige gemeinsam pflegen, ist es wichtig, Veränderungen früh zu bemerken. Mit mendracare könnt ihr Beobachtungen zu Gesundheit, Ernährung, Stimmung und Auffälligkeiten zentral im Tagesprotokoll festhalten. So erkennt das Pflegeteam Warnzeichen rechtzeitig und kann gemeinsam reagieren, bevor aus einem Risiko ein Notfall wird.