Warum Demenz besondere Aufmerksamkeit erfordert
Eine Demenz verändert das Erinnerungsvermögen, die Orientierung und das Urteilsvermögen. Dadurch entstehen im Alltag Gefahren, die für gesunde Menschen kaum vorstellbar sind. Wer die typischen Risiken kennt, kann die Wohnung und den Tagesablauf so gestalten, dass Menschen mit Demenz möglichst sicher leben können – ohne sie unnötig einzuschränken.
5 typische Gefahren für Menschen mit Demenz
- Sturzgefahr: Orientierungsstörungen, Gangunsicherheit und Vergesslichkeit erhöhen das Sturzrisiko deutlich.
- Weglaufen bzw. Verlaufen: Betroffene finden nicht mehr nach Hause oder ins eigene Zimmer zurück und können sich in fremder Umgebung verirren.
- Verbrennungs- und Brandgefahr: Zum Beispiel durch vergessene Herdplatten, brennende Kerzen oder zu heiße Getränke.
- Fehlerhafte Medikamenteneinnahme: Medikamente werden vergessen, doppelt eingenommen oder verwechselt.
- Mangelernährung und Dehydration: Essen und Trinken werden vergessen oder nicht mehr ausreichend aufgenommen.
Schutzmaßnahmen für mehr Sicherheit
Gegen jede dieser Gefahren gibt es wirksame Maßnahmen: Herdsicherungen und Rauchmelder beugen Bränden vor. GPS-Sender oder ein Notfallarmband helfen, wenn sich jemand verläuft. Eine sichere Medikamentenverwaltung – etwa durch vorbereitete Wochendosierer und feste Einnahmezeiten – verhindert Fehler. Und regelmäßige Mahlzeiten zu festen Zeiten sichern die Versorgung mit Nahrung und Flüssigkeit.
Die Balance zwischen Schutz und Selbstbestimmung
Wichtig ist, Sicherheit und Würde in Einklang zu bringen. Menschen mit Demenz sollten so viel Selbstständigkeit wie möglich behalten. Schutzmaßnahmen sollten unterstützen, nicht bevormunden. Gerade bei der Medikamenteneinnahme und der Ernährung hilft eine gute Dokumentation, den Überblick zu behalten.
Gemeinsam wachsam bleiben mit mendracare
Diese Gefahren erfordern besondere Aufmerksamkeit von allen, die an der Pflege beteiligt sind. Mit mendracare könnt ihr im Pflegeteam festhalten, ob Medikamente gegeben wurden, wie viel gegessen und getrunken wurde und ob es besondere Vorkommnisse gab. So bleibt das gesamte Team informiert und kann gemeinsam für die Sicherheit des Menschen mit Demenz sorgen.