Warum Pflegedokumentation auch für Familien wichtig ist
Pflegedokumentation klingt nach Bürokratie und Pflegeheimen. Dabei ist sie gerade für Familien, die zu Hause pflegen, enorm wertvoll. Eine sorgfältige Pflegedokumentation in der Familie hilft in drei Bereichen: im Alltag bei der Abstimmung, beim Arztbesuch als Gedächtnisstütze und beim Pflegegradantrag als Nachweis.
Was gehört in eine Pflegedokumentation?
Ihr müsst kein Profi-Formular führen. Diese Punkte genügen:
- Tagesprotokoll: Was wurde heute gemacht? Körperpflege, Mahlzeiten, Medikamente, besondere Vorkommnisse.
- Veränderungen: Hat sich der Zustand verbessert oder verschlechtert? Neue Schmerzen, Verhaltensänderungen, Sturzgefahr?
- Medikamente: Welche Medikamente wurden gegeben? Gab es Nebenwirkungen oder wurde etwas abgelehnt?
- Arztbesuche: Was hat der Arzt gesagt? Neue Diagnosen, geänderte Medikation, nächster Termin?
- Stimmung und Wohlbefinden: Wie war die Stimmung? Gab es gute oder schwierige Momente?
Die Pflegedokumentation als Team führen
Wenn mehrere Personen pflegen, wird Dokumentation zum Kommunikationswerkzeug. Die Morgenschicht notiert, was passiert ist – die Abendschicht weiß Bescheid. Das funktioniert aber nur, wenn alle Zugriff auf dieselbe Pflegedokumentation haben. In der Familie ist das oft schwierig: Zettel gehen verloren, WhatsApp-Nachrichten verschwinden im Chat-Verlauf.
Digitale Lösungen wie mendracare schaffen hier Abhilfe: Das Tagesprotokoll ist für alle im Pflegeteam einsehbar und kann von jedem Gerät aus ergänzt werden.
Pflegedokumentation für den Pflegegradantrag
Bei der Begutachtung durch den Medizinischen Dienst ist eine lückenlose Pflegedokumentation Gold wert. Sie zeigt dem Gutachter konkret, welchen Hilfebedarf die pflegebedürftige Person hat. Dokumentiert mindestens zwei Wochen lang detailliert, bevor der Termin stattfindet.
Datenschutz beachten
Pflegedokumentation enthält sensible Gesundheitsdaten. Achtet darauf, dass nur berechtigte Personen Zugriff haben. WhatsApp und offene E-Mails sind dafür nicht geeignet. Die Pflegedokumentation in der Familie sollte auf einer sicheren Plattform liegen – mendracare speichert alle Daten DSGVO-konform auf Servern in Deutschland.
Einfach anfangen
Perfektion ist nicht das Ziel. Fangt mit kurzen täglichen Notizen an und baut die Pflegedokumentation nach und nach aus. Wichtig ist, dass ihr dranbleibt und alle im Team ihren Teil beitragen.